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Ein Foto im dunklen Wald, links ein mittelalterlich gekleideter Mann, in der Mitte ein weißer Wolf, rechts ein Junge. Ganz rechts am Bildrand sitzt ein grüner Frosch

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Die magische Tierwelt von Aria Teil 2

Author: Martin Krefta

Hier geht zu der magischen Tierwelt von Aria Teil 1

Der Junge namens Tarek, lag in seinem Bett und wartete auf seinen Vater, der ihm die Fortsetzung von der magischen Tierwelt vorlesen wollte. "Papa müsste eigentlich schon da sein, vielleicht hält ihn Mama auf". Er schaute auf die Uhr, welche auf seinem Nachttisch neben dem Bett stand und seufzte.

Plötzlich ging leise die Tür auf und eine Hand die ein Buch hielt, schob sich in sein Blickfeld. Der Junge richtete sich im Bett auf, um die Aufschrift des Buches besser lesen zu können und als er „Aria“ gelesen hatte, sprang er aus dem Bett, riss die Tür auf und fiel seinem Vater vor Freude in die Arme.

„Nicht so stürmisch Tarek“ sagte sein Vater in einem gespielt strengen Ton - lächelte aber.

Sie schlossen die Zimmertür, gingen zum Bett. Tarek ins Bett und Hector setzte sich erst auf die Bettkante, um sich schließlich neben seinen Sohn zu legen. Er gab ihm das Buch und streichelte ihm über seinen Kopf. „Erzähle mir Papa, wie und wo du es so schnell herbekommen hast.“, fragte er mit strahlenden Augen und streichelte mit seinen kleinen Händen über das Bild auf dem Buch,
welches Ariana, Simon, David und einen kleinen Hasen zeigte. Hector lächelte und antwortete: „Ich hatte den Autor Martin Krefta eine E-Mail gesendet und er hatte damit geantwortet“. Tarek gab seinem Vater das Buch zurück und er begann mit seiner tiefen und ruhigen Stimme zu lesen.

Es war Sommer und sehr warm, der Mann, der auf der Straße Richtung einem großen Wald ging, schwitzte und wischte sich öfter über seine glänzende Stirn.

„Dass ich auch bei dieser Hitze durch die glühende Sonne stapfen muss, naja, bald ist es ja geschafft“, dachte er und nahm einen kräftigen Schluck aus seiner Wasserflasche.

Der Mann schaute sich um und entdeckte nichts außer trockene Wiesen und ab und zu Bäume die am Straßenrand wuchsen. Ein sehr großer und dicker Baum steht rechts von ihm am Straßenrand und spendete viel Schatten. Er ging schnell auf diesen zu und stellte sich so daneben, dass die Sonne ihn nicht mehr verbrannte. „Warum zum Teufel habe ich kein Pferd genommen, dann wäre ich vermutlich schon da und wäre dieser Hitze entkommen“ murmelte er verdrossen vor sich hin und malte mit den Fingern den Weg vor sich in den Sand.

Plötzlich verdunkelte ein riesiger Schatten seinen Körper. Er schaute auf und riss die Augen vor Verblüffung weit auf. Vor ihm stand ein weißes Pferd, welches sogar gesattelt war. An der Seite hingen Taschen, die schwer aussahen. Auf der Tasche die er sah, war auch ein Wappen zu erkennen. Der Wanderer stand schwerfällig auf und ging zögerlich auf das stolze Tier zu. Kurz vor dem Pferd blieb er stehen und sagte leise:“ Hallo mein Freund, wer bist du?“ Das Pferd antwortete natürlich nicht, aber es neigte seinen Kopf ein wenig zur Seite, als würde es lauschen. Er ging um das Pferd und schaute sich das Wappen genauer an und stellte nach einer Weile fest, dass…

„Soll ich mich ihm zu erkennen geben oder lieber noch etwas warten?“ dieser Gedanke schoss dem Pferd durch den Kopf, als es den Mann lautstark Luft holen hörte.

Er stampfte auf dem Boden und ging wieder um das Pferd, so dass er ihm in die Augen blicken konnte. Das Tier und er schauten sich ohne zu blinzeln und lange in die Augen, aber schließlich unterbrach eine Stimme diesen Moment. „Du fragtest mich, wer ich bin Simon, das ist schnell beantwortet, bevor ich dich zu ihr bringe. Mein Name lautet Spicer und bevor du fragst, ich komme aus dem Zauberwald und bin ein magisches Pferd.“

Der Mann machte einen Satz in die Luft, aber nicht vor Schreck, sondern Freude. Spicer wieherte vor Lachen und meinte: “Deinen Gesichtsausdruck müsste Ariana jetzt sehen, köstlich! Bevor wir aber weiter hier durchbraten, steige bitte auf und ich bringe dich zu ihr, denn da bekomme ich auch meine Abkühlung. Es ist echt heiß!“ Simon nickte und stieg auf Spicer´s Rücken.

Ohne Vorwarnung ging es los. Spicer ging erst einige Schritte und dann sprang er mit Schwung in die Luft. Simon schaute ziemlich verwirrt auf den Boden, der sich nach und nach von Ihnen entfernte. „Ich dachte, dass Tiere aus dem Zauberwald nur sprechen können. Seit wann können Sie auch fliegen?“, Rief er Spicer ins Ohr, damit er auch den Wind übertönte. Zunächst kam keine Antwort, da er einem vorbeifliegenden Vogel ausweichen musste, aber schließlich antwortete er:“ Das ist normalerweise auch so, ich bin die Ausnahme, abgesehen von unseren Brüdern und Schwestern mit Flügeln.“ Den Rest des Fluges legten sie schweigend zurück, denn das Rauschen des Windes war viel zu laut.

Sie lag auf einer bunten Decke, die auf dem Boden ausgebreitet war und schlief. Ob sie einen schönen Traum träumte oder einen Albtraum - das erkannte man nicht, außer dass sich ab und an die Ohren aufstellten. Plötzlich viel Licht auf Ihre Schnauze, denn der Perlenvorhang hatte sich ein kleines Stück geteilt, durch dem ein Frosch hüpfte. Der große weiße Wolf hörte dies nicht und schlummerte weiter. Rudi, der Frosch, hüpfte ganz dicht an ihr Ohr und flüsterte:

„Ariana, ich würde wenn ich du wäre aufwachen und los rennen, denn…“ weiter kam er nicht, denn Ariana, schlug die Augen auf, grollte und sprang auf. Sie hob ihren Kopf in die Luft, schnupperte und sprintete mit leuchtenden Augen aus dem Haus. Rudi lächelte und dachte: “Simon und Ariana sind echt ein sehr schönes Paar, vielleicht ist das Band zwischen dem Jungen, David und dem Hasen, Struppel auch so stark “. Bei diesem Gedanken musste Rudi noch breiter lächeln und hüpfte Ariana hinterher.

Spicer und Simon flogen hoch oben über einem Wald. Als Simon nach unten blickte, sah er eine Lichtung die von mehreren Häusern umgeben war. Plötzlich sauste ein weißer grauer Schatten aus einem der am Rande stehenden Gebäude. Simon konnte den Schatten nicht erkennen, aber als der Schatten auf einem Felsen ruhig stand, konnte er sie deutlich erkennen! „Ariana“, flüsterte er leise und mit einem leichten Zittern in der Stimme.

Ariana blickte nach oben, sah deutlich den Schatten vor der grellen Sonne und summte das Lied von Simon und ihr. Zunächst leise, aber nach und nach immer lauter, sodass die umstehenden Tiere aus ihren Häusern kamen und erwartungsvoll in den Himmel schauten. Als der letzte Ton verklungen war, heulte Ariana laut und Spicer landete keine fünf Schritte mit Simon auf dem Rücken von ihr entfernt.

Sie schaute sich um und erblickte bei allen, wirklich allen, Tränen in den Augen. Simon kletterte vom Rücken und kraulte Spicer den Hals. Er straffte sich und wollte auf Ariana zugehen, als sie sich abstieß und wie ein Ball auf ihn zu flog. Sie riss ihn von den Beinen, wälzten sich wie ein Wollknäuel auf dem Boden. Die Umstehenden nahmen sich wortlos in die Arme und fingen an zu weinen.

„Du hast dir viel Zeit gelassen“, sprach Ariana leise in Simons Ohr, „sehr viel Zeit!“ Simon war sich nicht ganz sicher, aber er hörte einen kleinen Vorwurf aus ihrer Stimme raus. „Es tut mir leid“, antwortete er und streichelte Ariana über das weiche Fell, „aber ich konnte mein Königreich nicht ohne alles vorbereitet zu haben, verlassen.“ Sie blickte auf und legte ihren Kopf auf die Seite. „Habe ich mich gerade verhört oder meintest du wirklich damit, dass du hier bei uns bleibst?“ „Du hast richtig gehört, ich bleibe hier bei euch, ich möchte nur noch Hüter sein und kein König mehr. Das ist mir einfach alles zu viel“. Die letzten Worte hatte er geflüstert, Ariana musste sich auf die Worte fokussieren um sie
auch hören zu können.

Ariana richtete sich auf und sprach zu den Umstehenden: “Meine Brüder und Schwestern, ab sofort sind wir nicht mehr ein Hüter in dem Zauberwald, sondern wieder zwei. Denn Simon hat gerade gesagt, dass er auf Dauer bei uns bleiben wird!“ Die Menge lauschte gebannt und als Ariana geendet hatte, schauten sie Simon aus großen Augen an. Auch Simon stand langsam auf, drehte sich um sich im Kreis und meinte:“ Es wird Zeit, dass Ariana und ich den Wald ein wenig verschönern.“ Ariana sprang zurück auf den Felsen und sagte: “Dann wird es Zeit für dich, dich Simon zu zeigen!“

Die Menge teilte sich, wurde zu einer Gasse und am Ende stand ein Junge im Schatten eines Baumes. Dieser ging jetzt mit kleinen Schritten durch die improvisierte Gasse und blieb einige Schritte vor Simon stehen. Simon riss seine Augen vor Verblüffung weit auf, als er den Jungen, David erkannte. Ariana wandte sich an Simon und erklärte ihm mit leiser Stimme: “David ist nach dem er dir von uns ein wenig berichtet hatte, wieder zurück gekommen. Er hatte verlauten lassen, dass er jetzt erst mal bei uns bleiben möchte. Er hatte sich einige Freiwillige gesucht und sich ein kleines Häuschen neben mir gebaut.“ David lächelte und antwortete: “Ich fühle mich hier besser aufgehoben und es ist ruhiger, außerdem kann ich hier helfen, das kann ich bei euch nicht wirklich, König Simon.“ er blickte auf den Boden, als hätte er Simon beleidigt. „David mein Junge, erstens heißt es nur Simon, zweitens hast du mich ab sofort zu duzen und drittens - willkommen!“ die Worte hatte er laut  gesprochen, so dass alle sie vernahmen.

Simon klatschte in die Hände, nahm David am Arm und ging auf Ariana zu. Bevor Simon etwas sagen konnte, sprach Ariana an David gewandt:“ Hattest du Simon schon etwas über deinen Begleiter und wahren Freund erzählt?“ Der Junge schaute ein wenig verwirrt, nach einigen Sekunden hellte sich sein Gesicht auf und sprach zu Simon: “Mein treuer Begleiter heißt Struppel und ist ein Hase. Ich kümmere mich seitdem ich hier bin um ihn. Komm ich stelle ihn dir vor.“ Simon nickte und ging hinter dem zufrieden ausschauenden Jungen her.

Der kleine Hase mit dem grauen, schwarzen Fell hoppelte langsam durch das Häuschen, welches David vor einigen Monaten für uns gebaut hatte. Vieles ist entweder auf seiner Höhe angepasst worden oder es wurden Schienen und Rampen gebaut, wie zum Beispiel, da die Rampe für auf den Tisch oder die Brücke auf das Sofa. An Vieles hatte David bedacht, er ist auch zutiefst dankbar, dass er David hat. Aber wohl fühlen tut er sich trotzdem nur unter der Erde. Vielleicht sage ich es ihm, dass ich es hier mit ihm schön finde, sehr schön, aber dass ich mich hier in dem Haus nicht so richtig fühle.“, dachte er, bevor es leise an der Tür klopfte. Struppel rief:“ Herrein“.

Als auch schon die Tür aufschwang und zwei Schatten den Raum betraten. „Hallo mein Bester, darf ich dir König Simon vorstellen?“ Simon räusperte sich, damit David merkte, dass er einen Fehler gemacht hatte. „Entschuldigung, ich meinte Simon! Er hatte seinen Titel vor einigen Minuten abgelegt, ist also kein König mehr“, sagte David mit einem Lächeln im Gesicht, aber ohne, dass Simon es sah. Hören tat er es trotzdem, „Also noch mal richtig, darf ich dir Simon vorstellen? Simon das ist Struppel mein treuer Gefährte.“ Simon und Struppel starrten sich einige Minuten an, als Simon schließlich sagte: “Freut mich sehr dich kennen zu lernen.“

Er ging etwas in die Knie und streichelte das Fell von Struppel. Simon fragte, ob er sich in dem Haus wohl fühle. Struppel erwiderte, dass es nicht so ist, er fühle sich hier ein wenig unwohl. Simon richtete sich auf und sagte zu David: “Wir bauen Struppel einen gemütlichen Hasenbau.“ Er drehte sich um und sah zu Struppel, der nickte. Der Junge lächelte und meinte:“ Das klingt hervorragend. Wenn du dich hier ein wenig unwohl fühlst, dann setzen wir auf jeden Fall deinen Wunsch in die Tat um.“ Die drei verließen das Häuschen und gingen um das Haus in den Garten, wo der Boden nicht zu fest, aber auch nicht zu locker ist.

„Da staunt ihr aber oder? Ich präsentiere euch mit Freude, Struppels Hasenbau.“, verkündete David mit Stolz in der Stimme den beiden. „Wann
hattest du das gemacht, vor allem wie, ohne dass ich davon etwas gemerkt hatte?“, fragte Struppel verwundert. David grinste und meinte:“ Tja, ich bin halt unsichtbar, nein, ich hatte magische Hilfe gehabt.“ Struppel schüttelte den Kopf und hoppelte auf den Höhleneingang zu, der über einem Zugang im Boden gebaut war.

Er dachte immer und immer wieder an den gleichen Satz, wie ein Mantra:“ Das ist mein Zuhause, das ist mein Zuhause, das ist mein Zuhause…“ Der Höhleneingang wird links und rechts von Holzsäulen flankiert, die geschnitzte Bilder von David und ihm darstellen und an der Oberkante hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Willkommen in meinem Hasenbau“. Die Decke ist aus einem weißlichen Stein gemacht und auch dort kann man Bilder erkennen. Auf dem Boden sind einige Kieselsteine verstreut worden und am Ende der Höhle ungefähr drei Schritte, ist ein Loch welches senkrecht in die Tiefe führte.

„Na los, erkunde dein neues zu Hause.“, rief eine Stimme in seinem Rücken. Struppel brauchte sich erst gar nicht umzudrehen um zu wissen, wer das gerufen hatte. „Okay, dann werde ich mal mein Zuhause erkunden, wie David es gesagt hatte.“ Struppel stieß sich ab, sprang in das Loch und verschwand in der Tiefe. Nach einigen Minuten, hatten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt und er sah nun wieder so klar wie am Tag. Auf der rechten Seite des Tunnels gingen zwei Gänge ab und auf der anderen Seite, vier. Die ersten vier Gänge führten in
große Räume, die wieder aus diesem weißen Stein sind und teilweise möbliert waren. Tische und Stühle, Bilder die entweder in der Wand gestanzt wurden oder als Stein Bilder befestigt wurden. Der letzte Gang führte in ein riesiges Zimmer, welches ihm fast den Atem verschlug. Er holte viel Luft und stieß ihn wieder aus als einen Freudenschrei…

„Das war Struppel!“, sagte Simon und wedelte aufgeregt mit seinen Händen durch die Luft. „Ja das war er“, antwortete David mit einem Grinsen, wahrscheinlich hatte er seinen besonderen Platz entdeckt.“ Sie standen vor dem Höhleneingang und warteten auf einen neuen Schrei, der aber ausblieb und stattdessen tauchte Struppel im Loch auf. Simon fragte so gleich:“ Ist alles gut bei dir? Warum hast du geschrien?“ Die Antwort gab ihm nicht Struppel sondern David. „Der Kleine hatte wie schon gesagt, seinen speziellen Platz entdeckt, ist doch richtig oder?“ Den letzten Satz war ein Struppel gerichtet, der auch mit einem Nicken bestätigte. Der kleine Hase hoppelte mit einem breiten Grinsen aus dem  Loch auf die Beiden zu und sagte: “Mein neues zu Hause gefällt mir richtig richtig richtig gut! Vielen lieben Dank David, wirklich, 1000 Dank! Als ich den letzten Raum betrat, wäre ich fast ohnmächtig geworden vor Staunen, deswegen habe ich geschrien, aber vor Begeisterung, nicht weil ich Angst hatte oder mich verletzt hatte.“

Simon sah ziemlich verwirrt aus und blickte abwechselnd die Beiden fragend an bis schließlich Struppel mit großen Augen erklärte: “Der Boden ist mit einem weiß-roten Teppich ausgelegt worden, die Wände sind teilweise aus grauem Stein und Glas gehalten worden. Hinter den Glasscheiben sind Statuen, eine zeigt Ariana, eine zeigt dich Simon, eine David, eine mich und die letzte steht in der Mitte des Raumes und zeigt uns alle, in einer Umarmung.“ Simon klappte der Mund auf und starrte David überrascht an. Der junge bemerkte Simons Blick und murmelte verlegen:“ Ariana.“

Simon verstand immer noch nicht, als Struppel es für ihn erklärte: “Viele Brüder und Schwestern aus Aria haben nicht nur die Begabung zu sprechen, sondern noch ein paar Dinge mehr. Darunter gehört auch die magische Fantasie. Ariana ist die Stärkste und Mächtigste von uns allen. Für sie ist das eine Kleinigkeit. Man muss sich das Bild im Kopf vorstellen und dann erscheint jedes Haus, jede Höhle, jedes Stück Land, so wie man es im Kopf ausgemalt hat.“ Simon nickte und wurde nachdenklich. „Das hatte Ariana mir weder damals noch heute gesagt, aber gewusst hatte ich es tief in meinem Inneren.“ Er schaute auf und fing an zu lächeln. David und Struppel drehten sich um und erblickten einen
grau weißen Schatten, der schnell auf sie zu kam.

„Hoffentlich hat David die Überraschung noch nicht ohne mich verkündet.“ Ariana lief nach den Gedanken automatisch schneller. Schließlich sah sie zwei etwas größere Umrisse von der Sonne und einen Kleinen. Abermals beschleunigte sie ihren Gang und hielt kurz vorher mit keuchendem Atem an. „Ariana”, rief Struppel erfreut, „vielen vielen lieben Dank auch an dich, mein neues zu Hause ist großartig!“ Sie murmelte, dass sie es gerne gemacht hat, drehte sich um und ging langsam auf eine Wasserquelle zu, wo sie gleich reinsprang und gierig trank. Ariana kletterte aus dem Wasser, kam mit leichten Schritten zurück und meinte mit glänzenden Augen: “Gerne doch mein Kleiner! David, hattest du es den beiden schon erzählt?“ sie bemerkte den fragenden Blick und schob nachträglich hinterher:“ die Größe allgemein, für uns.“ David schüttelte den Kopf und wandte sich strahlend an Struppel: “Falls du es nicht bemerkt haben solltest, das Loch, die Tunneldecke, allgemein die Hülle, ist auch für Grosse geeignet, nicht nur für Tiere, auch Menschen. Irgendwie musste ich ja noch ein paar kleine Veränderungen vornehmen. Ariana hatte schon alles gemacht, aber ein paar kleine Veränderungen konnte ihre Fantasiegabe nicht umsetzen.“ Struppel
rannte auf Ariana zu, stieß sich vom Boden ab auf ihren Rücken, von da aus kletterte er auf ihren Kopf und gab ihr einen Kuss auf die Schnauze. Sie lachte und trug ihn Richtung David, der ihn mit seinen Händen umfasste, hochhob und mit Struppel kuschelte.

Er setzte ihn wieder auf Arianas Rücken, legte seine Hand auf seinen Kopf und Simon wiederum auf Arianas Kopf. So standen sie vor Struppels neues zu Hause und beobachteten wie die brennende Sonne hinter großen Bäumen versank.

Hector klappte das Buch vorsichtig und leise zu, schaute seinem Sohn eine Weile ins Gesicht, der friedlich schlief und ab und zu im Schlaf „Aria“ murmelte. Er beugte sich über Tarek, gab ihm einen Kuss auf die Stirn, stand auf, stellte das Buch neben den ersten Teil ins Regal und schaltete das Licht aus.

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